Stricken für einen guten Zweck

Petra Christoph strickt für den guten Zweck und schenkt sie Krebspatienten des Klinikums
Sie sind rot, grün, blau, rosa oder lila, mit Zopf- oder in anderen tollen Mustern handgestrickt, sie sind für kleine oder große Füße, aber sie haben eins gemeinsam: Die schönen Sockenpaare werden die Füße von onkologischen Patienten des Klinikums Friedrichshafen wärmen.
„Ich bin Strick-verrückt“, sagt Petra Christoph, die seit Kurzem am Bodensee lebt. Nicht nur ihre Familie profitiert davon, sondern eben auch Patienten. Auf die Idee dazu kam die jung gebliebene Oma, die ihre Kinder und Enkelkinder bestrickt und behäkelt, durch eine Freundin, die an Eierstockkrebs erkrankt war. So kam Petra Christoph zur „Aktion: Grüne Socke“, strickte und spendete anonym grüne Socken, vorrangig in Grün für gynäkologische Krebspatientinnen.
Mit ihrem Umzug an den Bodensee machte sie dann den nächsten Schritt und suchte einen Abnehmer für ihre schönen, wärmenden Produkte. So kam es zur ersten Sockenübergabe im Klinikum Friedrichshafen an drei Pflegekräfte, die sich um onkologische Patienten kümmern.
„Erstmal 30 Paar“, erklärte Petra Christoph und signalisierte sofort Nachschub bei Bedarf. „Einfach super“, „Unsere Patienten werden sich freuen“ und „warme handgemachte Socken sagen unseren Patienten, dass man an sie denkt“, erklärten die drei Pflegekräfte Jessica Orlando, Julia Hannaleck und Silvia Keller. Sie wussten sofort, welcher Patient als Erstes ein Paar Socken bekommt.
In der Onkologie braucht man warme Füße
An jedes Sockenpaar näht Petra Christoph einen kleinen Glücksbringer und steckt eine handgeschriebene Grußbotschaft dazu, was das Geschenk noch persönlicher macht. „In der Onkologie braucht man warme Füße wegen der Neuropathie“, betont Silvia Keller. Diese Erkrankung der peripheren Nerven ist im Zusammenhang mit der Chemotherapie keine Seltenheit. Die Patienten sind aufgrund der Therapie oft besonders kälteempfindlich.
„Mit meinem Hobby will ich etwas Gutes tun“, begründet Petra Christoph, die in jeder freien Minute häkelt oder strickt, ihre Intention. Das ist ihr gelungen, und ganz sicher erfährt sie bald mehr über die Reaktionen der beschenkten Patienten.